Ausstellung: Das Tier im Blick: In Erinnerung an Juliane Noack & Katalog

„Das Tier im Blick. In Erinnerung an Juliane Noack.“ 11.09.-03.10.2016 (Eröffnung: Samstag, 10. September 2016, 15 Uhr) Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt (Neuwerk 11, 06108 Halle)

Mit den Gastbeiträgen „Ich nehm‘ mir den Raum, den ich brauche“ des hr.fleischer e.V. (Eröffnung am Montag, 12.09.2016 in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt) und „Mit Jule.“ Eine Porträtserie von Matthias Behne & Joerg Lipskoch, des Fördervereins zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, den 10. September 2016 um 15 Uhr sprechen: Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Prof. Dieter Hofmann, Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Eine Veranstaltung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Zeitgleich zur Ausstellung erscheint der Katalog
Juliane Noack „Contemporary Jewellery, Sculpture & Object, Intervention“ + Mit Jule. Eine Porträtserie von Matthias Behne & Joerg Lipskoch, deutsch & englisch, 80 Seiten Hauptkatalog & 48 Seiten Porträtkatalog

36 Euro + 2 Euro Versand innerhalb Deutschlands
Bestellung: info@galerie-eitner.com
Hier entlang zu Einblicken in den Katalog.

Gewinne aus dem Katalog fließen in die Juliane Noack Künstlerförderung. (Förderverein zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V.)

Juliane Noack “It’s no jewellery, it’s art – Mein Beitrag zur Archäologie der Zukunft.” | 24.7.-5.9.2015 | BKV Galerie München

Dauer der Ausstellung: 24. Juli bis 5. September 2015
Eröffnung: 23. Juli 2015, 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Öffnungszeiten: Mo bis Sa 10 bis 18 Uhr

Juliane

Über die Ausstellung:

Die figürlichen Arbeiten von Juliane Noack sind Begleiter, Beschützer  und Totemtiere. Sie sind Rätsel und Kommunikation zugleich. Juliane Noack war jemand, der Interaktion suchte und provozierte – zwischen sich und Anderen oder zwischen Menschen im Allgemeinen«, schreibt Prof. Daniel Kruger in seinem Nachruf.
Juliane Noack starb im Alter von nur 30 Jahren beim Flugzeugabsturz in den französischen Alpen am 24. März 2015. Eine Auswahl ihrer Schmuckstücke und Objekte wird hier retrospektiv gezeigt.

Kuratiert von Katrin Eitner

Juliane Noack wird als Begleitausstellung zu “Wo alles anfängt” Studierende, Graduierte und Lehrende der Schmuckklasse der Burg Giebichenstein stellen aus. Kuratiert von Prof. Daniel Kruger, in Koop. mit dem Bayerischen Kunstgewerbeverein, Galerie für Angewandte Kunst, München im gleichen Zeitraum gezeigt. (Informationen zur Ausstellung)

Ulo Florack “SMASHED INVESTMENT ON THE WALL (36 stories) 2002-2012 | 4.7.-31.8.2015

Ausstellung: 4. Juli – 31. August 2015
Vernissage: Freitag, 3. Juli, 19 Uhr

Galerie Katrin Eitner zu Gast im
Ausstellungsraum C. Hartwig
Elberfelder Str. 35
10555 Berlin

Ulo Florack

>> Mehr über Ulo Florack

Die Galerie Katrin Eitner zeigt Ausstellungen an wechselnden Orten. Von Juni bis August 2015 ist sie in der Elberfelder Str. 35 in Berlin zu Gast. (>> Anfahrt auf Google Maps anschauen)
(Öffnungszeiten während der Ausstellungen: Mittwoch bis Freitag 15-18 Uhr, Samstag 13-18 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten bitten wir Sie um eine vorherige Terminvereinbarung.)

Kathrin Borst, Rebecca Lomfeld, Anija Seedler | 5.-27.6.2015

Ausstellung: 5.-27. Juni 2015
Vernissage: Donnerstag, 4. Juni, 19 Uhr

Galerie Katrin Eitner zu Gast im
Ausstellungsraum Claudia Hartwig
Elberfelder Str. 35
10555 Berlin

Die Galerie Katrin Eitner zeigt Ausstellungen an wechselnden Orten. Von Juni bis August 2015 ist sie in der Elberfelder Str. 35 in Berlin zu Gast. (>> Anfahrt auf Google Maps anschauen)
(Öffnungszeiten während der Ausstellungen: Mittwoch bis Freitag 15-18 Uhr, Samstag 13-18 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten bitten wir Sie um eine vorherige Terminvereinbarung.)

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Wir trauern um Juliane Noack

Wir trauern sprachlos um Juliane Noack. 1984-2015.
Liebe Jule. Lebe Wohl, wir werden immer an Dich denken.

Daniel Kruger, Professor der Schmuckklasse der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle hat einen Nachruf auf Juliane Noack geschrieben.  Er wurde in der englischsprachigen Version zuerst im Art Jewelry Forum veröffentlicht. Hier finden Sie die deutschsprachige Fassung.

Ein Nachruf auf Juliane Noack

1984-2015

Prof.  Daniel Kruger

Geboren 1984 in Halle, begann Juliane Noack ihr Studium in der Schmuckklasse bei Prof. Daniel Kruger an der Burg Giebichenstein/ Kunsthochschule Halle im Jahr 2004. Sie schloss ihr Studium 2012 ab und erhielt dann den internationalen Graduierten-Preis der Galerie Marzee. Im darauffolgenden Jahr zog sie nach Leipzig und richtete dort ihr Atelier ein.

Juliane Noack, Foto: Jörg Lipskoch

Juliane Noack, Foto: Jörg Lipskoch

Neben ihrer Schmuckkunst umspannten Julianes Interessen Musik, experimentelle Mode und Design sowie figürliche Skulptur. Als exzellente Zeichnerin hatte Juliane die ungewöhnliche Gabe, Fähigkeiten aller Art zu zu verstehen und umzusetzen. Sie konnte ausführen was immer sie wollte und sparte dabei niemals an Zeit oder nötiger Mühe. Die gleiche intensive Energie, die sie für ihre künstlerischen Unternehmungen aufbrachte, wandte sie auf das Leben im Allgemeinen an. Ihr Motto war: “Los, wir machen das jetzt“.

Juliane war die treibende Kraft hinter einer Reihe von Kunstprojekten im öffentlichen Raum. Diese versuchten den Kontext der Kunst zu erweitern oder neu zu definieren und mit Menschen in einen Dialog zu treten. Sie war Mitgründerin des “herr fleischer e.V.“, eines Kunst- und Projektraumes in einem aufgegebenen Zeitungskiosk in Halle. Dort schnitt sie beispielsweise Haare auf dem Bürgersteig vor dem Kiosk unter dem Motto “Hair Fleischer“.

In diesem Lichte sollten ihre Arbeiten gesehen werden; sie war jemand, der Interaktion suchte und provozierte – zwischen sich und Anderen oder zwischen Menschen im Allgemeinen, eine Aktion oder ein Instrument benutzend um eine Reaktion zu erreichen.

In einer Serie von Studienarbeiten (Flash Gordon, Hank, 2010) gestaltete sie menschliche Torsi in Form von in Silber getriebenen Unterhemden. Diese Hemden tragen die Konturen der Körper die diese (nicht) enthalten und erinnern so an den “Unsichtbaren Mann“. Die Art der Kleidung und die implementierte Körperhaltung legen Charaktertypen oder Persönlichkeiten nahe, ohne sich direkt auf eine Person zu beziehen. Das ist ein Thema, das Juliane verfolgte und das sie auf verschiedene Weise variierte. Sie fertigte eine Serie von sorgfältig ziselierten kupfernen Tierringen mit den Köpfen eines Wildschweines (2010), einer Bulldogge (2009) und eines Raben (2011). Jeder dieser Köpfe sitzt auf dem Finger des Trägers wie ein offizielles Würdezeichen.

Das Tier ist hier eine Metapher, deren Eigenschaften der Träger herausgreift und mit sich in Verbindung bringt. Als Symbole implizieren sie weder eine Bedrohung für Andere noch eine Aufwertung des Trägers. Stattdessen umfassen sie sowohl positive als auch negative Aspekte, die die Person mit sich verbindet; gleichermaßen ablenkend, als auch den Träger entlarvend.
Das führte weiter zu realistischen und expressiven Stücken, die in Wachs modelliert und dann in Aluminium gegossen wurden. Eine fast lebensgroße Katze, die als Armreif wie ein Haustier, wie ein Begleiter getragen werden konnte, entstand 2012. Tiere, wie der Hasenring werden Symbol und deuten die Persönlichkeit des Trägers an; oder der große Hummer, der wie manche Haustiere auf der Schulter drapiert ist und den Träger bei seinen täglichen Aufgaben begleitet.

Gesehen aus dem Blickwinkel ihrer Aktivitäten in öffentlichen Räumen und ihren Äußerungen über ihre Absichten, bemerkt man, dass ihr Anliegen in der Kommunikation liegt und dass ihre Arbeiten dazu einladen, ja zur Interaktion mit dem getragenen Stück ermutigen, Indiskretionen und persönliche Bemerkungen vermeiden und so einen Dialog ermöglichen, der das Kunstwerk zum Gegenstand hat und nicht den Träger.

Eine der letzten Arbeiten Juliane Noacks war eine Gruppe von vierundzwanzig Tiermasken, die aus Kupferblechen identischer Größe (16x16cm) gefaltet wurden und zusammen eine Wandinstallation bilden. Es sind schematische Darstellungen von Tiergesichtern. Das Objekt wurde vom Träger losgelöst und wurde so zu einer Charakterstudie die unvoreingenommen zu betrachten ist. Aus identischen Quadraten tauchen verschiedene Physiognomien auf.

Einige davon sind einfach zu identifizieren, andere sind rätselhafte abstrakte Formen. Kupfer ist ein warmes und leitfähiges Material, das mit der Zeit mit der Atmosphäre reagiert. Das, was zusammen mit dem Prozess des Faltens den Stücken ihre Form und ihre Persönlichkeiten gibt, verweist auf das “Ins-Leben-kommen”, auf das Schicksal, die Evolution und die Fülle der Menschheit.

Wo diese Reise Juliane und all die Menschen, die ihr nahe waren und die von ihr inspiriert wurden, hingeführt hätte, werden wir nicht mehr erfahren. Juliane Noack starb tragisch bei dem Flugzeugunglück am 24. März 2015.  Sie war 30 Jahre alt.

Ihre Arbeiten wurden in einer Reihe von nationalen und internationalen Gruppenausstellungen, sowie auf zwei Einzelausstellungen in Halle gezeigt.

Sie ist in den öffentlichen Sammlungen des CODA Museums Apeldoorn (Niederlande) repräsentiert. Eine geplante Ausstellung ihrer Arbeiten bei der Galerie Eitnerin Berlin wird nun zu einem späteren Zeitpunkt als Retrospektive stattfinden.

Ab dem 24. Juli diesen Jahres wird es im Bayrischen Kunstgewerbeverein München eine Sonderausstellung der “Portrait”-Reihe zu ihr und ihrer Arbeit geben, die in Verbindung mit der Gruppenausstellung “Wo alles anfängt” steht – eine Rückschau auf Arbeiten von Studenten, Alumni und Lehrenden, die der Schmuckklasse Prof. Daniel Krugers an der Burg Giebichenstein in Halle verbunden sind.

Goetheinstitut wählt Rahel Fiebelkorn für das Berlin-Dubai Festival 2014 aus

Rahel Fiebelkorn wurde vom Goetheinstitut eingeladen, eine von vier Berliner Teilnehmerinnen des Berlin-Dubai Festivals 2014 zu sein. In diesem Jahr wurde der Schwerpunkt “Jewellery is a cultural statement – Global Places, Local Sign” gewählt.
(Die weiteren Teilnehmerinnen sind Mirjam Hiller, Silke Spitzer und Catalina Brenes Orfebre (aus Berlin) sowie Amal Haliq, Noura Alserkal, Muna Alhaddad und Fatima Al Qassimi (aus Dubai)).

Workshops in Dubai und Berlin,
Ausstellung 11.-12.11.2014, A4 Space, Dubai, VAE
Goetheinstitut Berlin-Dubai-Festival 2014

Press: ART AUREA online über das Projekt